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Erkennen – Therapieren – Nachsorgen

Therapie von Knochenschädigungen

Hat eine fortgeschrittene Parodontitis den Kieferknochen geschädigt und zur Bildung sogenannter Knochentaschen geführt, reicht eine abschwellende Therapie nicht aus, denn die Knochentasche sitzt immer noch tief. Ohne weiterführende Therapie werden sich die Keime an dieser Stelle schnell wieder wohlfühlen.

Knochentaschen können durch die 3D-Röntgentechnik (Digitale Volumentomographie, DVT) identifiziert werden und befinden sich entweder zwischen den Zähnen oder als tunnelierender Defekt zwischen den Wurzeln (im Bereich der Wurzelgabelung). Erst durch die 3D-Bilder hat der Fachzahnarzt eine genaue Vorstellung über die Form der Knochentasche.

Flache Defekte – Lappen-OP und Knochenglättung (häufigste Anwendung)

Bei flachen, muldenartigen Taschen von einer Tiefe bis zu drei Millimetern lassen sich diese mit einem kleinen chirurgischen Eingriff (einer sogenannten Lappen-OP) schnell und erfolgreich glätten. Unter anderem wird dazu das Zahnfleisch vorsichtig gelöst und die nun freiliegenden Bereiche unter freier Sicht gereinigt sowie erkranktes Gewebe entfernt.

Tunneldefekte

Ist auf dem 3D-Röntgenbild ein Tunneldefekt zwischen den Wurzeln zu erkennen, so können unter bestimmten Voraussetzungen dreiwurzelige Zähne zu zweiwurzeligen oder zweiwurzelige zu einwurzeligen Zähnen umgestaltet werden.

Tiefe, keilförmige Defekte

Ist die Knochentasche keilförmig (ähnlich einem aufgeschnittenen Trichter) an der Wurzel orientiert, so können diese Defekte häufig gut durch einen Deckel (eine auflösende Membran) verschlossen oder durch Wachstumsproteine, die das Knochenwachstum anregen, ausgeheilt werden. Wachstumsproteine (sogenannte Schmelzmatrixproteine) wirken auch bei der Entstehung von Zähnen mit, regen Wachstumsprozesse an und fördern so den Wiederaufbau des Zahnhalteapparates.

Nach 6-12 Monaten Heilzeit, je nach Technik, kann die Ausheilung anschließend mit Hilfe eines Röntgenbildes nachgewiesen werden (70-90 % Ausheilung sind möglich).

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